Modernes Sport-Karate Alsdorf

Hoengener Turnclub 1893 e.V.

Die Bedeutung der psychischen Stärke

In der Regel kommt zum Karate keiner, um sich nachher damit zu prügeln. Ein in diesem Sinne gestörtes Individuum hält erfahrungsgemäß das disziplinierte Training nicht lange durch, oder es entwickelt einer ein positives Selbstbildnis und wird resozialisiert. Er hätte ja sowieso kein echtes Motiv, Karate richtig zu lernen, da er seine Frustrationen viel leichter in einfacheren Gewaltformen entladen kann. Solche „Typen“ haben eben keine Skrupel, Gewalt anzuwenden, was durch ihre unzureichende Verinnerlichung der sozialen Verhaltensnormen bedingt ist. Sie haben u.a. keine Angst vor eigenen Verletzungen bzw. davor, den Anderen zu verletzen. Jemand, der diesen Bremsmechanismus nicht hat, ist konsequenterweise in körperlichen Auseinandersetzungen psychisch der Stärkere.
Und darauf kommt es an. Die psychische, die innere Stärke, die Kraft des Selbstbewusstseins entscheidet an erster Stelle – bei sonst vergleichbarer physischer Kampffähigkeit – über das Ergebnis einer physischen Konfrontation, sei es im Sportkampf oder im Ernstfall. Eine Notwehraktion wird also nur erfolgreich, wenn der/die Abwehrende innerlich ausreichend stark ist. Der einzige Weg diese innerliche Stärke bei gleichzeitig minimiertem Verletzungsrisiko aufzubauen geht aber durch Sportkampftraining und Sportkampferfahrungen.