Modernes Sport-Karate Alsdorf

Hoengener Turnclub 1893 e.V.

Bruchtests – Ausprobieren der Durchschlagswirkung

Der Stein fliegt weg

Bruchtest im Steinbruch

Der eigentliche Sinn eines jeden Schlages, Stoßes oder Kicks im Karate ist die maximale Kraftentfaltung (physikalisch korrekt soll es Impulsmaximierung heißen), damit die Treffer zerstörerisch wirken. Gerade dies bildet die Hauptanziehungskraft des Karate für die meisten jungen Leute, egal, ob zugegeben oder nicht.
Aber wie kann man das überhaupt ausprobieren, wenn so beim Üben wie im Kämpfen jeder Angriff vor dem Ziel abgestoppt werden muss? Dieses Problem haben schon die alten Meister gut gelöst. Seit je gibt es im Karate eine Überprüfung und zugleich Schau – Bruchtests (jap. tameshiwari). Es werden verschiedene Gegenstände, wie Bretter, Dachziegelsteine, Ziegelsteine oder gar Steine mit bloßer Hand (ggfs. Fuß) zerbrochen, zerstört.
Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass nach ein Paar solcher Tests die erste Faszination bald verbleicht. Alles erweist sich als Frage der Physik – so der Dynamik wie der Statik – und natürlich der Beharrlichkeit. Man sieht es ein, dass das Brechen viel einfacher zu erlernen ist als die Vielfalt der situativen Kampfvarianten. Kein Gegenstand kann zurückschlagen (wie Bruce Lee mal sagte), noch angreifen, kann also Niemanden bedrohen. Erst die ungewissen Gefahrensituationen zu meistern heißt richtig Karate können, was wiederum im Sportkampftraining am besten gelernt wird.