Modernes Sport-Karate Alsdorf

Hoengener Turnclub 1893 e.V.

Die Notwehrlage

Hier liegt das Prinzip zugrunde, daß „das Recht dem Unrecht nicht zu weichen braucht“ Daraus folgt in erster Linie, daß man sich nur gegen einen Angreifer wehren darf. Voraussetzung ist also ein menschlicher Angriff. FĂŒr einen solchen genĂŒgt z.B., daß der TĂ€ter einen Hund auf das Opfer hetzt. Greift der Hund jedoch selbststĂ€ndig an, darf man sich höchstens direkt gegen den Hund wehren.

Der Angriff muß auch ein „Unrecht“ darstellen. Daran fehlt es jedoch, wenn es sich bei dem Angriff selbst um Notwehr handelt oder die Polizei eine Person festnimmt.

Wann darf man aktiv werden, ohne selbst als Angreifer zu gelten ? Der Angriff, gegen den man sich wehrt muß „gegenwĂ€rtig“ sein. Das bedeutet aber nicht, daß man meist warten muß, bis der Angreifer bereits zuschlĂ€gt. Es genĂŒgt, wenn der Angriff unmittelbar bevorsteht. Das ist dann der Fall, wenn der TĂ€ter zur Waffe greift oder auf seinen Gegner losgeht. Erst recht genĂŒgt, wenn der Angriff bereits begonnen hat, oder noch fortdauert.

Daraus ergibt sich zugleich die Grenze der Notwehr. Der Angriff darf also noch nicht beendet sein. Notwehr ist daher zwar gegen den Dieb zulÀssig, der gerade mit der Beute flieht. Nicht jedoch darf man gegen diesen TÀter in gleicher Weise vorgehen, wenn man ihn erst Stunden spÀter wiedertrifft. Verteidigen darf man sich gegen Angriffe auf Gesundheit, Freiheit, Eigentum usw., aber auch die Ehre. Eingreifen darf man auch, wenn sich der Angriff gegen eine dritte Person richtet.