Modernes Sport-Karate Alsdorf

Hoengener Turnclub 1893 e.V.

Der vermeintliche und vermeintlich gefährliche Angriff

So wäre eine Situation denkbar, in der jemand irrtümlich glaubt, ein gegenwärtiger Angriff liege vor. Der vermeintliche Angreifer wollte aber beispielsweise keine Waffe sondern seine Zigaretten aus der Manteltasche holen. Eine Notwehrlage setzt jedoch einen tatsächlichen Angriff voraus. „Wehrt man sich dennoch, haftet man allerdings nur, wenn man den Irrtum hätte erkennen können. Wer also glaubt, angegriffen zu werden, darf sich auch verteidigen. Vor Gericht muss man den Irrtum jedoch beweisen.

Liegt tatsächlich ein Angriff vor, richtet sich die erlaubte Abwehr danach, wie gefährlich der Angriff aus der Sicht des Opfers erscheint. Ist er tatsächlich weniger gefährlich, schadet dies nicht unbedingt. Dies beruht darauf, dass ein tatsächlicher Angreifer die Konsequenzen für das nur scheinbare Mass seiner Drohung tragen soll. Dann muss er zudem ggf. selbst beweisen, dass sein Angriff in Wirklichkeit nicht so gefährlich war. Der Angegriffene haftet auch nur dann, wenn er die tatsächliche Sachlage hätte erkennen müssen.