Modernes Sport-Karate Alsdorf

Hoengener Turnclub 1893 e.V.

Besonderheiten f√ľr Kampfsportler

Wie die vorangehenden Ausf√ľhrungen gezeigt haben, kommt es bei Art und St√§rke der erlaubten Abwehr auch entscheidend auf die Person des Angegriffenen an. Das mildeste Mittel bestimmt sich n√§mlich nach den Verteidigungsm√∂glichkeiten und deren Erfolgsaussichten.

Ein ge√ľbter K√§mpfer darf daher nur Techniken verwenden, die bei gen√ľgender Erfolgsaussicht den Angreifer weitestgehend schonen. Kann er sich also ausreichend durch gezielte Schl√§ge zum Oberk√∂rper wehren, darf er nicht gef√§hrliche Kopftreffer landen. Dies richtet sich aber nach den konkreten F√§higkeiten.

Das mildeste Mittel kann aber auch in der blo√üen Drohung bestehen. Ist der Verteidiger beispielsweise im Besitz einer Waffe, ohne dass der Angreifer dies wei√ü, muss er unter Umst√§nden mit der Verwendung der Waffe drohen, ehe er sie f√ľr die Selbstverteidigung einsetzt. Dies gilt nicht, wenn er dazu keine Zeit oder Gelegenheit mehr hat. Dasselbe gilt, wenn der Angegriffene als ge√ľbter Kampfsportler weit √ľberlegen ist und damit rechnen kann, dass ein blo√üer Hinweis auf seine F√§higkeiten den Angreifer zur Aufgabe veranlassen wird. Ist damit aber nicht zu rechnen, darf er den √úberraschungseffekt seiner unerkannten Fertigkeiten zur wirksamen Verteidigung ausnutzen.